Aufgabe - Checkliste
Sichere Passwörter & Passwortmanager
Verwenden Sie für jedes Konto ein einzigartiges, langes Passwort (mind. 12 Zeichen, Mischung aus Gross-/Kleinbuchstaben, Zahlen, Sonderzeichen).
Nutzen Sie einen Passwortmanager, um Passwörter sicher zu erstellen, zu speichern und automatisch einzufügen.
Aktivieren Sie, wenn möglich, die Notfall-/Wiederherstellungsoptionen des Passwortmanagers.
Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
Aktivieren Sie MFA wo immer angeboten (z. B. E-Mail, Onlinebanking, soziale Netzwerke).
Verwenden Sie bevorzugt Authenticator-Apps oder Hardware-Token statt SMS, wenn möglich.
Notieren Sie Wiederherstellungscodes an einem sicheren Ort (nicht digital unverschlüsselt).
Sicherungskopien (Backups)
Erstellen Sie regelmässige Backups wichtiger Daten (z. B. externe Festplatte oder Cloud mit Verschlüsselung).
Prüfen Sie periodisch, ob Backups funktionieren (Wiederherstellungstest).
Bewahren Sie eine Offline- oder physische Kopie an einem separaten Ort auf (z. B. bei Familienmitglied).
Vorsicht bei Links, Anhängen und Social Engineering
Öffnen Sie keine Anhänge oder Links aus unerwarteten oder verdächtigen Nachrichten.
Prüfen Sie Absenderadresse und Inhalte kritisch — bei Zweifeln telefonisch/über andere Kanäle verifizieren.
Teilen Sie keine sensiblen Daten (Passwörter, TANs) per E‑Mail/Chat.
Sensibilisierung & einfache Routinen
Lernen Sie Grundbegriffe (Phishing, Malware, MFA) — kurze Schulungen oder Leitfäden helfen.
Legen Sie einfache, wiederkehrende Routinen fest (Updates prüfen, Backups, Passwörter prüfen).
Im Zweifel: Hilfe bei vertrauenswürdigen Personen oder offiziellen Stellen (z. B. Meldestelle) suchen.
Wie unterscheidet sich diese Checkliste vom geschäftlichen Umfeld?
Fokus und Umfang:
Privat: Konzentration auf persönliche Geräte, Konten und Alltagsrisiken. Maßnahmen sind pragmatisch und einfach umzusetzen.
Geschäftlich: Umfangreicher, formalisierter Sicherheitsrahmen (Richtlinien, Compliance, IT-Sicherheitsmanagement, Incident Response).
Verantwortlichkeit:
Privat: Einzelperson und ggf. Familie trägt Verantwortung.
Geschäftlich: Verantwortung liegt bei IT/Security-Teams, Führungskräften und oft einem Datenschutzbeauftragten.
Werkzeuge und Investitionen:
Privat: Einfache Tools (Passwortmanager, Antivirus, Backups), kostengünstige Lösungen.
Geschäftlich: Professionelle Sicherheitslösungen (SIEM, Endpoint Detection, Netzwerksegmentierung, MDM).
Prozesse und Compliance:
Privat: Weniger formale Prozesse, Fokus auf praktische Absicherung.
Geschäftlich: Strikte Prozesse, Protokollierung, Audits, gesetzliche/branchenspezifische Vorgaben.
Reaktionsfähigkeit:
Privat: Vorfälle werden ad-hoc behandelt; externe Hilfe kann langsamer sein.
Geschäftlich: Definierte Incident-Response-Pläne, Eskalationswege und ggf. rechtliche Verpflichtungen zur Meldung.
Datenschutz und Vermögenswerte:
Privat: Schutz persönlicher Daten und finanzieller Werte.
Geschäftlich: Schutz sensibler Unternehmensdaten, Kundeninformationen und Geschäftsgeheimnisse.
Diskussion am Schluss im Plenum.